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Tansania: Tumaini-Schule

Kirche Palangavanu, Tansania

Tumaini, KarteGemeinsam mit den anderen Gemeinden unseres Dekanates Freising engagieren wir uns auch bei einem zweiten Projekt,  einer weiterführenden Schule im Süden Tansanias, der Tumaini-Secondary-School.

 

Die Schulsituation

Eine gute Schulbildung ist eine wichtige Voraussetzung für eine hoffnungsvolle Zukunft von Kindern und Jugendlichen. In Tansania sind 46% der Bevölkerung unter 16 Jahre alt. Aus der Finanzierung von weiterbildenden Schulen hat sich der Staat weitgehend zurückgezogen. Die verarmten Dorfbewohner können das Schulgeld oft nicht aufbringen und nehmen ihre Kinder von der Schule.

Unser Projekt

Die Ulanga-Kilombero-Diözese im Süden Tanzanias unterhält seit 1996 die "Tumaini"-Sekundarschule in der Nähe von Malinyi. Momentan werden über 160 Schülerinnen und Schüler dort unterrichtet. Sie sind auch in der Schule untergebracht, ihre Familien leben bis zu 200 Kilometer entfernt.
Noch teilen sich bis zu zwei Schüler ein Bett , Moskitonetze und Matratzen müssen mitgebracht werden. Gekocht wird auf offenem Feuer. Lehrer und Verwaltungskräfte sind Selbstversorger, die ihr eigenes Feld bewirtschaften. Wir haben zum Beispiel den Bau eines Ofens für die Schulküche gesponsort.

Tumaini Ofenbau

Neuer Bischof

Bischof TumainiAm 6.April 2008 wurde der neue Bischof für die Ulanga Kilombero Diözese Renard Mtenji in Ifakara in einem festlichen Gottesdienst eingeführt.

 

 

Bischof Tumaini Tansania

Jugend-Reise im Sommer 2008

Tumaini Jugend„Give me udongo“. Erwartungsvoll streckt Sophia ihre lehmverschmierten Arme aus, um den nächsten Klumpen in Empfang zu nehmen. Schwungvoll reicht sie die tropfende Masse dann an Laura weiter. Mit gut  20 deutschen und tansanischen Mädchen arbeiten beide in der großen Lehmgrube auf dem Schulgelände von Tumaini.

Im Laufschritt bringen ihnen die männlichen Schüler hölzerne Ziegelformen an den Grubenrand, um die von den Mädchen gefüllten Formen kurz danach zum Trockenplatz zu bringen.

Zwei Wochen lang waren 9 Jugendliche aus den Gemeinden des Dekanats Freising in der Tumaini Sekundarschule zu Besuch. Mit einer Begegnungsgruppe ausgewählt aus den insgesamt 380 SchülerInnen, besuchten sie den Unterricht, Gottesdienste und Konferenzen. Und legten dazwischen kräftig selbst Hand an. Ob in selbstgestalteten Unterrichtsstunden wie „Einführung in die deutsche Sprache“, einem PC-Grundkurs oder Physikstunden über Solarstrom.

Für den Bau der künftigen Versammlungs- und Speisehalle stiegen sie schließlich in die Lehmgrube und halfen bei der Ziegelherstellung. Das beste Tagesergebnis waren 450 Ziegel“ berichtet Pfarrerin Katrin Weidemann, die die Reise vorbereitet und als Leiterin begleitet hat. „Die Erfahrungen, die die Jugendlichen miteinander machten, zählen aber weit mehr.“

Tumaini, Tansania, 2008,1Sie achten intensive Erfahrungen miteinander: Die deutschen Jugendlichen und ihre tansanische Begegnungsgruppe.


Drei Fragen an die Dekanatsmissionsbeauftragte, Pfarrerin Katrin Weidemann

Was hat die achtjährige Partnerschaft bewegen können ?

Die Tumaini-Sekundarschule ist in den vergangenen 8 Jahren erstaunlich gewachsen. Wo anfangs 60 Schüler ausgebildet wurden, leben und lernen mittlerweile gut 400 Schüler und Schülerinnen. Dies war möglich durch die kontinuierliche Unterstützung beim Bau neuer Häuser. Zwei große Schlafhaus-Komplexe für Schüler sind entstanden genauso wie ein neuer Klassenzimmertrakt, alles durch Spenden aus den Gemeinden unseres Dekanats Freising. Der große Ausbildungsdruck in Tansania hat auch andere Unterstützer motiviert, zu helfen. So hat der Echinger Arbeitskreis Entwicklungshilfe den Bau eines eigenen Schlafhauses "Eching" finanziert. Neben den sichtbaren Gebäuden ist auch die Beziehung zu unseren Partnern in Tanzania stetig  gewachsen. Wechselseitige Besuche waren dabei ganz wichtig, zuletzt die Reise unserer Freisinger Jugendgruppe nach Tansania. Die Jugendlichen haben zusammen gelebt, zusammen gearbeitet, Gottesdienste gefeiert - und sich dabei intensiv kennen- und schätzen gelernt. Was da an Beziehung entstanden ist, geht jetzt weiter. Manche überlegen schon, ihren Zivildienst oder ein freiwilliges soziales Jahr in Tansania zu leisten.

Wo liegen die Hauptschwierigkeiten von bayrisch-tansanischer Entwicklungshilfearbeit - wo gibt es "Kommunikations-Störungen"?

Technisch gesehen ist die Kommunikation mit Tansania durch den Ausbau der Mobilfunknetze dort in den letzten Jahren sehr viel einfacher geworden. Bischof Mtenji oder der Schulleiter rufen mich regelmäßig an oder schicken eine SMS - da werde ich dann oft um fünf Uhr früh geweckt, weil sie den Zeitunterschied vergessen (lacht). Aber so erfahre ich den aktuellen Stand z.B. bei den Schulanmeldungen oder wir tauschen einfach Grüße aus. Der persönliche Kontakt, das Wissen voneinander, was die anderen gerade bewegt und beschäftigt, ist sehr wichtig. Die Telefonate ersetzen zwar keinen Besuch, aber halten doch die persönliche Nähe.
Für eine kontinuierliche Fortsetzung der Partnerschaft sind regelmäßige Begegnungen aber weiterhin enorm wichtig. Trotz aller technischen Kommunikation ist es entscheidend, sich jedes Jahr persönlich zu sehen. Nur so kann kontinuierlicher Austausch und Beratung vor Ort geschehen.

Worin bestehen konkret die wichtigsten Projekte? 

Nach dem großen zahlenmäßigen Wachstum ist jetzt die qualitative Verbesserung der Lebensbedingungen dringend notwendig. Das aktuelle Projekt in Tumaini ist deshalb die Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Die bisherigen Brunnen sind mit der Wasserversorgung für so großen Schülerzahlen überfordert, auch ist das Wasser-Leitungssystem größtenteils marode. Wir planen deshalb, auf dem Schulgelände einen Tiefbohrbrunnen bohren zu lassen - hier laufen gerade die Vorarbeiten. Die Sanierung des bestehenden Leitungssystems wird von der Schule als Eigenbeitrag geleistet. Solch ein Eigenanteil ist bei jedem Projekt wichtig - beim Bau eines neuen Hauses z.B. wurden die Ziegel von den Schülern und Schülerinnen in Tumaini immer in Eigenleistung hergestellt. Neu ist, dass es künftig auch einen Haustechniker geben wird, der sich um Unterhalt und Wartung der Einrichtungen kümmert.

Als wichtiges Projekt wird auch die Schulgeld-Unterstützung einzelner
Schüler weiterlaufen. Mit 250 € kann ein Jugendlicher ein Jahr lang untergebracht, verpflegt und ausgebildet werden. In diesem Jahr gab es in Tansania durch Überflutungen auf den Feldern große Ernteausfälle, die Familien haben keinen Überschuß zu verkaufen, also kein Geld. Nur durch die Schulgeld-Spenden aus Deutschland ist es vielen Kindern möglich, die weiterführende Schule zu besuchen.

Tumaini 2008, 2Sekundarschul-Leiter Deodatus Matanda, Pfarrerin Katrin Weidemann, Institutsleiter Pfr. Jonathan Kyelula

Tumaini heißt Hoffnung.

Was können Sie tun? Wenn Sie dieses Projekt fördern wollen, überweisen Sie bitte Ihre Spende auf das Konto 57 344 36, BLZ 701 696 14, Stichwort "Tumaini".

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Partnerschaften


Für uns im Missionsausschuss des Dekanates Freising:

Walter Peschke

Walter Peschke
Forstinning
Tel. 0 81 21 – 4 85 77
Mail an Walter Peschke


Weitere Information geben gerne:

Pfarramt Markt Schwaben
Martin-Luther-Straße 22
85570 Markt Schwaben
Telefon: 0 81 21 - 4 00 40
Fax:       0 81 21 - 4 69 45

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